Bruststraffung – Behandlung, Kosten und Risiken

Die Bruststraffung ist ein ästhetisch-plastischer chirurgischer Eingriff und in den meisten Fällen eine Form der Brustverkleinerung . Daneben gibt es aber auch Brustraffungen, die durch Vergrösserungen stattfinden. Diese werden durch die Füllung der Brust mit Implantaten oder Eigenfett erreicht. Die meisten Frauen entscheiden sich für die Brustraffung nachdem sie gestillt haben oder ihre Brust mit zunehmendem Alter erschlafft ist. In einigen Fällen treffen Frauen diese Entscheidung auch aus medizinischen Gründen.

Da es sich, wie erwähnt in den meisten Fällen um einen ästhetischen Eingriff handelt, einer Schönheitsoperation, müssen die Patientinnen in der Regel mindestens 18 Jahre alt sein. Das ist vor allem der Fall, wenn es sich um keine medizinische Notwendigkeit handelt. Ausserdem müssen die körperlichen und psychischen Voraussetzungen erfüllt sein..

Bei Patientinnen muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden und die Stillzeit sollte beendet sein. Akute Erkrankungen, Infektionen und autoimmune Erkrankungen schliessen eine Operation auch aus. Hat die Patientin eine Blutgerinnungsstörung, die mit Medikamenten behandelt wird, sollte sie dies dem Arzt kommunizieren. Im Vorgespräch werden alle medizinisch bedeutenden Dinge besprochen und geklärt.

Genau so wichtig sind die psychischen Voraussetzungen. Zuallererst müssen die Beweggründe der Patientin für die Operation geklärt werden. Ist der Eingriff nur aus eigenem Interesse motiviert, oder steht die Patientin unter äusserem Druck (soziales Umfeld oder Familie) Die Frau sollte zudem in der Lage sein die Resultate einer Op realistisch einschätzen zu können und ihre Erwartungen klar formulieren zu können. Alle Riskieren und Komplikationen, die während und nach der Operation entstehen könnten, sollten der Patientin vorher bekannt sein.

Über diese klärt Sie der Arzt in einem Vorgespräch auf. Auch wird bei diesem die Brust untersucht und die geeignete Behandlungsmethode beschlossen.

Die Kosten einer Bruststraffung setzen sich aus einigen Hauptfaktoren zusammen. Zuerst ist das die Operationsmethode, die Erfahrung des behandelnden Arztes und die anatomischen Verhältnisse der für die Operation vorgesehenen Brust. Kosten belaufen sich zwischen 6000-12.000 Franken. Die Kosten erhöhen sich wenn die Brusstraffung mit einer Vergrösserung kombiniert wird. Bei den verschiedenen Offerten gibt es sogenannte Komplettpreise, die alles rund um und nach der Op beinhalten (Aufenthalt im Spital) oder es sind Preispakete ,die die Kosten des Spitalaufenhalts separat führen.

Um in der Lage zu sein, die Preise besser vergleichen zu können, sollten Offerten verglichen werden, die vom Umfang und Inhalt ähnlich sind. Bei besonders niedrigen Offerten, sollte genau besprochen werden, was in dem Preis enthalten ist.

In Umfragen geben befragte Frauen an, dass die Erfahrung des behandelnden Arztes ausschlaggebend für ihre Wahl ist. Nur 10-12% sagen , dass sie ihre Entscheidung anhand des Preises getroffen haben.

Um die beste Arztauswahl zu treffen, ist es sehr hilfreich Portale aufzusuchen, die auf Eingriffe, wie die Brustraffung spezialisiert sind. Dort können sich Patientinnen anhand von Bewertungen und Erfahrungsberichten ein besseres Bild machen. Gerne stehen wir ihnen zur Verfügung, falls sie Fragen zu einem bestimmten Arzt oder Klinik haben. Auf Brust-Ops.ch, finden sie über 100 plastische Chirurgen und Kliniken.

Auch sehr wichtig ist das persönliche Wohlgefühl der Patientin zu ihrem Arzt. Eine Operation sollte nur dann durchgeführt werden, wenn Sie sich sicher und in guten Händen fühlen.

Es gibt viele verschiedene Methoden zur Brustraffung. In manchen Fällen kann eine Brust lediglich durch entfernen eines Hautüberschusses gestrafft werden. Allein in diesen Fällen gibt es über 20 verschiedene Schnitttechniken. Ein Schnittverfahren hat sich jedoch als Standart etabliert. Es können auch Brustraffungen in Kombination mit einer Brustverkleinerung oder Vergrösserung durchgeführt werden. Beim zweitem werden meist Implantate benutzt. Jedes Verfahren hat seine Pluse und Minuse und ist nicht für jede Patientin geeignet.

Bei dieser Methode wird eine Hautüberschuss von dem unterem Bereich der Brust entfernt. Dabei wird in den meisten Fällen die Brustwarze nach oben gesetzt und der Brustwarzenhof verkleinert so das er sich optisch an die kleinere Brust anpasst. Damit kein erneutes Hängen der Brust stattfindet, kann man im Inneren der Brust mit verschiedenen Schnitttechniken einen Effekt durch Zusammenspiel von Hautlappen, Muskeln und Faszien wie eine Art Inneren BH bewirken.

Bei dieser Behandlungsmethode wird neben dem überschüssigem Hautgewebe auch Drüsengewebe entfernt. Dadurch entstehen kleinere und zugleich straffere Brüste.

Mithilfe von Implantaten eine straffere Brust erhalten

Meist wird bei einer Straffung überschüssige Haut entfernt. Dadurch wirkt die Brust nach der Operation kleiner. Falls das nicht gewollt ist, kann man eine Brustraffung mit einer Brustvergrösserung kombinieren. Dabei kommen Implantate aus Silikon zum Einsatz. In sechs Monaten nach der Operation sinken die Brüste erneut leicht ab. Das muss vom Arzt berücksichtigt werden, wenn zusätzliche Implantate verwendet werden sollten. Oft wird deshalb empfohlen diesen Eingriff in zwei Etappen durchzuführen. Als erstes wird die Brust gestrafft und im zweiten Schritt wird sie in sechs Monaten vergrössert. Sollte die Operationsmethode eine andere sein als das Versetzen der Brustwarze, so sollte die Brust nur wenig hängen oder es müssen grosser Implantate verwendet werden.

Die Dauer einer Operation zur Brusstraffung beträgt in der Regel zwei bis drei Stunden. Die genaue Zeit hängt von der gewählten Operationsmethode ab. Meist sollten Patientinnen mindestens eine Nacht stationär im Spital bleiben. Bei einer ambulanten Behandlung sollte eine Begleitperson vorhanden sein und eine Versorgung in den nächsten Tagen zur Verfügung stehen Vor der Operation sollten alle Zweifel und Unklarheiten abgeklärt sein. Ist das nicht der Fall, sollten sich Patientin und Arzt gegen die Operation entscheiden. An diesem Punkt ist gut zu erkennen ob der Arzt ein seriöser ist oder Geld im Vordergrund steht.

Bei Frauen ab 40 Jahren werden zuerst eine Mammografie und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Damit werden Veränderungen am Brustgewebe festgellt. Alle Blutverdünner sollten drei Wochen vor dem Eingriff eingestellt werden, das natürlich nur nach Rücksprache mit dem Arzt. In diese Kategorie fallen auch Schmerzmittel wie Aspirin und verschiedene Vitaminpräparate. Im besten Falle sollte auch auf Nikotin und Akohol verzichtet werden, damit der Körper am besten für die Operation vorbereitet ist und eine bestmögliche Regenration zu ermöglichen ist.

Bruststraffung Schnittführung

Die am häufigsten benutzen Schnitttechniken bei der Bruststraffung sind auch die, die man bei einer Brustverkleinerung anwendet. Das ist einmal die vertikale Straffung ( Lejour) und der T-Schnitt. Dazu wird auch noch oft die zirkuläre (periareoläre) Straffung angewendet.

Bei dieser Art von Schnitttechnik wird ein Hautstreifen der an der Brustwarze grenzt entfernt. Dadurch ensteht die Narbe direkt am Vorhof der Brustwarze und hat den Vorteil, dass sie später fast nicht zu sehen ist. Jedoch eignet sich diese Verfahren nur für Patientinnen bei denen nicht zuviel Haut entfernt werden muss, da es zu einer schlechten Positionierung der Brustwarze kommen kann.

Braucht die Patientin eine geringe bis mittlere Straffung, wird die Lejour-Technik angewendet. Bei dieser wird noch ein zusätzlicher Schnitt senkrecht unter die Brustwarze gesetzt wo dann die Haut anschliessend zusammengezogen wird. Mit dieser Technik können so genannte ‘Hängebrüste’ gestrafft werden.

Bei mittlerem und grossem Hautüberschuss wird der T-Schnitt angewendet. Bei diesem wird zu dem Lejour-Schnitt um die Brustwarze herum und einem senkrechten Schnitt noch ein dritter wageerechter Schnitt in der Brustfalte gesetzt. Damit kann der Hautüberschuss vollständig entfernt werden.

Nach der Operation erhalten Patientinnen eine Drainage. In dieser kann Wundflüssigkeit ablaufen. Sie wird nach einigen Tagen wieder entfernt. In den ersten Tagen leiden die meisten Frauen unter mittleren bis starken Schmerzen. Darum bekommen sie meist Schmerztabletten zum mitnehmen. Zur allgemeinen Müdigkeit und Erschöpfung die viele Frauen nach der Op fühlen, kommt auch noch dazu, dass die Brust einige Wochen ein Spannnungsgefühl hat, angeschwollen und druckempfindlich ist. Den Verband den man unmittelbar na der Op bekommt, wird nach einigen tagen abgenommen. Danach müssen Patientinnen vier bis sechs Wochen eine Stütz-BH tragen, der das Brustgewebe entlastet und eine schnelle Genesung unterstützt.

In den ersten Tagen nach der Op helfen Gel Packungen die Brüste zu kühlen und die Heilung zu fördern. In dieser Zeitspanne sollten Frauen hauptsächlich auf dem Rücken schlafen, da alle anderen Schlafpositionen die Wunden belasten. Auch sollten Sie in den ersten Wochen ihren Brustbereich und Oberkörper mit grösster Vorsicht behandeln. Zur einer guten Nachsorge nach einer Bruststraffung gehören:

Duschen: In den ersten fünf bis sechs Tagen nur bis zum Taillenbereich. Für die Haarwäsche suchen sie am besten einen Friseur auf.

Berufstätigkeit: Abhängend von der körperlichen Belastung der Sie in ihrem Beruf ausgesetzt sind, sollten man ein bis zwei Wochen Urlaub nehmen. Bestand keine medizinische Notwendigkeit für einen Eingriff, so kann man sich auch nicht krankschreiben lassen.

Sport: Leichte Sportarten wie Walken oder Schwimmen sind generell nach drei Wochen wieder auszuführen. Anstrengenderen sollte für zwei Monate nicht nachgegangen werden.

Sonneneinstrahlung und Solarium: Starker Sonnnestrahlung direkt auf dem Wundbereich ausgesetzt werden, sollte zwei bis drei Monate nicht stattfinden.

Zu einer guten Nachsorge gehört auch die Pflege und Versorgung der Narben. Diese sind direkt nach der Operation dunkelrot gefärbt, verblassen jedoch bald. Die Heilung der Narben wird auch durch spezielle Wundpflaster gefördert, die man meist von dem Spital mitbekommt. Nachdem die Narben verheilt sind, sollten die Stellen mit einer Druckmassage massiert werden. So werden sie weicher und geschmeidiger. Dazu wird noch von den meisten Ärzten empfohlen Feuchtigkeitscremes und Gels zu verwenden, um die Haut zu pflegen und die Heilung noch mehr zu unterstützen.

Wie bei allen operativen Eingriffen, kann es auch bei einer Brustraffung zu Komplikationen kommen. Häufiger treten Narben, Schmerzen und Blutergüsse auf, die eine Verfärbung der Brust mit sich ziehen. Sehr selten kommt es in manchen Fällen zu einem absterben von Brustgewebe. Davon sind jedoch eher starke Raucherinnen betroffen. Im Idealfall sollte man komplett auf Nikotinprodukte in den Wochen nach der Operation verzichten. Speziell noch mehr auf Pflaster und Kaugummis, da Nikotin die Durchblutung verschlechtert und somit die Heilung verlangsamt. Auch sollten Frauen beachten, dass es in sehr seltenen Fällen zu einer Beeinträchtigung der Stillfähigkeit kommen kann, oder diese komplett verloren geht.

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