Brustverkleinerung - Behandlung, Kosten und Risiken

Eine Brustverkleinerung (Mammareduktion) ist eine Operation die der Verkleinerung der Brüste dient. Oft wird sie mit einer Bruststraffung kombiniert. Viele Frauen entscheiden sich aus medizinischen Gründen für eine Brustverkleinerung. Vor allem Schmerzen wegen zu grosser Brüste spielen bei der Entscheidung eine Rolle.

Alle angewandten Methoden in der plastischen Chirurgie entstanden von abgeleiteten Techniken, die schon vor 80 Jahren etabliert wurden. Das Vorbild der modernen Brustverkleinerung ist das Verfahren Lexer-Kraske von 1923. Medizinbüchern entnimmt man, dass sich Menschen aus aller Welt seit langem für eine Mammareduktion entscheiden. Auch in den letzen Jahren gibt es ein stets steigendes Interesse. Allein im Jahr 2017 belaufen sich die Brustverkleinerungen auf 489.146 weltweit. Die Motivation hinter dem Wunsch nach einer Brustverkleinerung kann dabei sehr unterschiedlich sein. Einer der Gründe kann z.b ist.eine anlagebedingte Riesenbrust, die 2kg und mehr wiegt. Das kann sehr schmerzhaft sein. Als Vergleich: Die durchschnittliche Brust wiegt 500gr. Gründe für eine Brustverkleinerung Bruststraffung Meist werden Brustverkleinerungen von den Patientinnen anhand von körperlicher oder psychischer Beschwerden, oder aus ästhetischen Gründen gewünscht. Haben die Frauen eine sehr schwere Brust führt das meist Rückenschmerzen mit sich und nach einer langfristigen Fehlhaltung davon bedingt, kommt es oft zu einem Verschleiss der Wirbelsäule. Auch das tragen eines BHs hilft da nicht und führt eher zu noch mehr Leiden, da sich die Riemen in Schulter und Rücken schneiden oder sich die Unterbrustfalte entzündet. Auch beschweren sich Frauen die daran Leiden oft, dass sie beim Sport Probleme haben und sich auch im Alltag beobachtet und sogar ausgegrenzt fühlen. Langfristig kann das zu eine psychischem Trauma führen. Eine Brustverkleinerung ist somit für Frauen mit grossen oder unterschiedlichen Brüsten eine Rettung aus diesem Unwohlsein.

Neben einem Mindestalter von 18 Jahren ist auch die volle körperliche Entwicklung eine Bedingung. Nur in Einzelfällen ist dieser Eingriff vorher möglich. Nur in bestimmten Einzelfällen ist ein Eingriff ohne diese möglich. Auch sollte die Familienplanung abgeschlossen sein, sowie auch die Stillzeit mindestens 8 Monate zurückliegen, da die Stillfähigkeit gestört werden kann.

In einem Vorgespräch mit ihrem Arzt werden neben den Beweggründen, Risiken und Komplikationen, auch die körperlichen Voraussetzungen festgestellt. Eine Operation ist nicht durchzuführen, wenn eine Schwangerschaft vorliegen sollte. Eine Reihe an Erkrankungen ist auch ein Aussschlusskriterium. Blutverdünende Medikamente und Schmerzmittel sollten 14 Tage vor der Op abgesetzt werden.

Hierbei geht es darum, ob die Patientin aus eigenem Wunsch eine Operation anstrebt, sie sich sicher ist in ihrer Entscheidung und über alle Risiken informiert ist

Der Preis für eine Brustverkleinerung stellt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Somit kann man vorher keinen festen Preis ermitteln. Generell ist mit 8000-15.000 Franken zu rechnen. Ein genaues Angebot kann erst nach einer Voruntersuchung gemacht werden. Dabei wird geklärt welche Methode angewendet werden kann und wieviel Gewicht der Brust zu reduzieren ist. Die Behandlungsmethode wird anhand von folgenden Faktoren ausgesucht: Soll vor allem Fett- oder Drüsengewebe entfernt werden? Soll auch die Haut gestrafft werden? Muss die Brustwarze versetzt werden? Wir raten ihnen zu prüfen, ob ihre Krankenversicherung die Kosten einer Brustverkleinerung tragen würde. Die Preise einer Brustverkleinerung decken im Wesentlichen folgende Punkte ab: - Beratungsgespräch und Voruntersuchung - Operation inkl. OP-Saal, Narkose, Medikamente - In manchen Preispaketen Klinikaufenthalt (mindestens eine Nacht) - Nachsorgeuntersuchungen mit drei bis sechs Terminen - Individueller Stütz-BH Bei der Wahl eines Arztes oder Spitals, sollten Sie sich mehrere Angebote einholen die, die selben Leistungen enthalten. Nur so können Preise korrekt mit einander verglichen werden. Dabei ist es wichtig, dass in einem verbindlichen Kostenvoranschlag alle Voruntersuchungen, Medikamente und die Nachsorge inkludiert sind.

Behandlungen werden von der Krankenversicherung übernommen wenn sie medizinisch notwendig sind. Daher werden sie die Krankenversicherungen erst auf andere Therapiemethoden aufmerksam machen, wie z.b. Krankengymnastik, Psychotherapie oder man empfiehlt ihnen eine Gewichtsreduktion. Im Regelfall aber adressieren diese Methoden nur die Symptome und die Ursache bleibt vorhanden und Patientinnen spüren weiterhin das Bedürfnis nach einer Brustverkleinerung. Da Krankenversicherungen grundsätzlich dazu verpflichtet sind eine Behandlung die der Heilung dient zu übernehmen, hilft es meist auch rechtliche Hilfe dazuzuholen .Es gibt zahlreiche Fälle in denen die Gerichte zu Gunsten der Klägerin entscheiden und die geforderte Kostenübernahme letztendlich von der Krankenversicherung übernommen wird.

Meist spielt die Erfahrung des Artzes eine zentrale Rolle. Ist diese auch gut bewertet und ihr Arzt macht einen seriösen Eindruck, spielt der Preis am Ende eine nebensächliche Rolle. Jedoch sollten natürlich alle Kosten klar und transparent komuniziert werden, um eine gut fundierte Entscheidung zu treffen. Gerne helfen wir Ihnen, das passende Spital oder Arzt zu finden. Auf unserer Platform führen wir über 100 Ärzte und Spitäler. Behandlung bei einer Brustverkleinerung | Operation Der Eingriff findet unter Vollnarkose statt und dauert meist zwei bis vier Stunden. Nach diesem muss die Patientin meist für einige Nächte in stationärer Behandlung bleiben um Wundheilung zu überwachen und Komplikationen schnellstmöglich entgegenzuwirken. Ablauf der Brustverkleinerung: Vorbereitung und Operation Nachdem sie ihren Termin zu Brustverkleinerung erhalten haben, sollten sie ein paar Dinge beachten: - Keine Blutverdünner einnehmen ( Aspirin, Vitaminpräparate) - Am besten überhaupt nicht rauchen. - Mit nüchternem Magen zur OP erscheinen. Vor dem Eingriff wird eine Mammografie gemacht, die dem Arzt ermöglicht einen Überblick über die Struktur des Gewebes zu bekommen. Auch werden die Linien der Schnittführung vor der OP aufgezeichnet. Das passiert im stehen, da so die natürliche Form leichter zu begutachten ist. Dazu wird auch noch eine Foto aufgenommen, was später einen Vergleich ermöglicht. Die Operation wird in der Schräglage durchgeführt, damit die natürliche Form bewahrt wird und das gewünschte ästhetische Ergebnis erzielt wird. Anschliessend wird der ganze Oberkörper in weiche Verbände gehüllt, nur die Brustwarzen bleiben frei zur bessern Heilung. Um Wundflüssigkeit abfliessen zu lassen und Blutergüsse zu vermeiden, werden Drainagen gelegt. Diese werden nach wenigen Tagen wieder entfernt. Meist bleiben Patientinnen zwei Tage im Spital, nach ein bis zwei Wochen werden dann die Fäden gezogen.

Nach einigen Tagen wird der Druckverband abgenommen und durch einen speziellen Stütz BH ersetzt, den die Patientin etwas drei Wochen Tag und Nacht tragen muss. Daraufhin muss er nochmals drei Woche getragen werden, jedoch reicht es dies nur tagsüber zu tun. In dieser Zeit sollten sich die Patientin schonen und keinen verausgabenden Sport betreiben sowie beim Schlaf darauf achten nicht auf dem Bauch zu liegen. Ebenfalls verboten oder nur nach Absprache mit ihrem Arzt möglich sind: - Sauna Besuche - Solarium - Flugreisen - Geschlechtsverkehr - Bestimmte Sportarten (starke Beanspruchung der Brust- oder Oberarmmuskulatur) - Duschen (nur mit wasserfestem Pflaster auf den Narben)

Es könnte sein, dass Flüssigkeit aus der Narbe austritt. Falls die Wunder stark schmerzt oder blutet, sollten sie umgehend Kontakt zu ihrem Arzt aufnehmen. Mittlere Schmerzen. leichtes Anschwellen und ein Spannungsgefühl sind hingegen in den ersten Monaten meist die Regel. Laut verschiedener Institute brauchen die meisten Patientinnen bis zu vier Woche um wieder ganz arbeitsfähig zu sein.

Was für genaue Methoden und Schitttechniken bei der Operation angewendet werden, liegt an der Anatomie und Grösse der jeweiligen Brust. Das Ziel ist möglichst unauffällige Narben zu hinterlassen. Vier verschiedene Verfahren haben sich bewahrt:

Bei dieser Methode erfolgt zuerst ein Schnitt rund um den Brustwarzenhof, danach senkrecht nach unten, gefolgt von einem horizontalen Schnitt unter der Brust. Nachdem das überflüssige Gewebe entfernt wurde, wird die Brustwarze nach oben versetzt. Dadurch entsteht eine T-förmige Narbe. Ein Nachteil dieser Methode ist das die Brustwarze komplett von den versorgenden Gefässen getrennt wird. Dadurch könnte unter Umständen die Stillfähigkeit und die Sensibilität der Brustwarze verloren gehen. Diese Methode ist heutzutage das Standardverfahren bei einer Brustverkleinerung.

Bei dieser Methode erfolgt ebenfalls zuerst ein kreisförmiger Schnitt um den Brustwarzenhof und ein darauffolgender senkrecht nach unten. Danach wird die Haut unter der Brustwarze zusammengezogen.Diese Methode ist für Patientinnen mit grossen Brüsten geeignet, die die Brustverkleinerung mit einer Bruststraffung kombinieren möchten. Ein Nachteil dieser Methode ist, dass auf das Endergebnis bis zu sechs Monaten gewartet werden kann. Das liegt daran, dass die Haut unter der Brustwarze in Falten gelegt/plissiert wird und diese sich dann auf natürlicher Weise zusammenziehen soll. Dieser Vorgang beansprucht Zeit. Eine genaue Dauer hängt von der Ausgangsgrösse der Brust ab.

Die L-Methode ist ähnlich wie die die T-Methode, jedoch wird bei ihr der horizontale Schnitt nur in eine Richtung vollzogen, so das ein L ensteht. Diese Technik führt zu einer kleineren Narbe unter der Brust. Bei sehr grossen Brüsten ist ein zusätzlicher kleiner Schnitt erforderlich.

Diese Methode ist am besten geignet für kleinere Korerekturen und hinterlässt minimale Narben. Der Schnitt wird nur um den Brustwarzenhof gemacht, dadurch kann nicht viel Gewebe entnommen werden. Eine Formänderung, wie die Straffung sind mit dieser Methode nicht möglich. Nachdem Gewebe entnommen wurde, wird die Haut um die Brustwarze zusammengezogen und vernäht. Die kleinen Fältchen bilden sich dann zurück und sind kaum sichtbar durch die Anatomie des Warzenvorhofes. Die Wahl der geeigneten Schnitttechnik für eine Brustverkleinerung erfolgt in der Voruntersuchung. Die Wahl der für die Patienten am besten geeigneten Methode wird in der Voruntersuchung getroffen. Gemeinsam entscheiden sich Arzt und Patientin für die genaue Schnitttechnik. Ohne Voruntersuchung ist eine seriöse Empfehlung nicht möglich.

Da es sich be der Brustverkleinerung um einen chirurgischen Eingriff handelt, ist auch hier mit Risiken und Komplikationen zu rechnen, jedoch im geringen Masse. Zu den häufigsten zählen Wundheilungsstörungen, Blutungen und Infektionen. Durch die sorgfältige Pflege der Narbe, können die Risiken einer Infektion deutlich gesenkt werden. Ein ausgesprochen geringes Risiko besteht, dass die Brustwarze absterben kann, falls sie nicht fachgerecht versetzt wurde. Das ist mitunter eine der schwerwiegendsten Komplikationen. Häufiger kommt es vor, dass die Brüste weniger sensibel sind als vor der OP. Dieses so genante Taubheistgefühl verschwindet aber meist nach ein paar Monaten. Auch ist das Gegenteil möglich - eine höhere Sensibilität, die auch als unangenehm empfunden werden kann. Darum ist es sehr wichtig, dass der Arzt auf alle Risiken und Komplikationen im Erstgespräch eingeht. Sie haben Fragen zum Ablauf einer Brustverkleinerung oder den Kosten und Risiken der Behandlung? Dann schreiben Sie uns an – wir beraten Sie gerne. Kostenlos und unverbindlich!

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